Christoph Kolumbus trifft in Amerika ein L. Prang & Co., Boston, Public domain, via Wikimedia Commons

Columbus Day ist ein gesetzlicher Feiertag in den USA, der an die erste Reise von Christoph Kolumbus erinnert. Der italienische Seefahrer segelte 1492 von Spanien aus nach Westen und kam an den heutigen Bahamas an. Kolumbus war damals auf der Suche nach einem Seeweg nach Indien. Er war der irrigen Meinung, dass er eine westliche Route nach China, Japan und Indien gefunden hätte. Also nannte er die Inseln die "West Indies" und die Einheimischen "Indians". Heute ist bekannt, dass Kolumbus nicht der erste Europäer war, der seinen Fuß auf dieses Land gesetzt hat.

Denn die Wikinger, irische Missionare und andere Seefahrer waren bereits Anfang des 1. Jahrtausends nach Christus dort. Dennoch ist seine erste Seereise historisch von großer Bedeutung. Schließlich wurde damit bewiesen, dass das Land jenseits des Atlantischen Ozeans viele Reichtümer barg. Und es folgte eine Welle der Kolonialisierung des amerikanischen Kontinents.

Fatale Folgen hatte dies für 10 Millionen Indianer, die den nord- und südamerikanischen Kontinent bevölkerten. Durch die Ankunft von Kolumbus und seinen Männern änderte sich das Leben der Ureinwohner grundlegend und Krankheiten, die von Europa und Afrika eingeschleppt wurden, dezimierten die indianischen Völker.

Im 15. Jahrhundert suchten die europäischen Händler nach neuen und kürzeren Handelsrouten in den Osten, wo sie Gewürze, Edelsteine, Gold und andere exotische Güter bekamen. Der kürzeste Weg ging über Land, doch dieser war beschwerlich und barg viele Gefahren. Es gab zwar eine Seeroute, die von Portugiesen erforscht wurde. Sie führte entlang der afrikanischen Küste nach Süden, umrundete das Kap der guten Hoffnung und dann durch den Indischen Ozean zum Indischen Subkontinent und zu den Gewürzinseln Hinterindiens (Molukken), daher auch Gewürzroute genannt. Aber auch das war eine lange und gefahrenvolle Reise.

Cristóbal Colón, wie sich Kolumbus selbst nannte, war ein italienischer Seemann, der in Portugal lebte. Er glaubte daran, dass Japan nur 3.000 Meilen westlich von Europa lag und dass China und Indien nicht sehr viel weiter entfernt sein mussten. Schon damals wussten gebildete Leute, dass Kolumbus die Größe des Atlantischen Ozeans unterschätzt hatte, aber er beharrte auf seiner Meinung, dass er in dieser Richtung einen schnelleren Weg finden würde, der nach Indien führt. Er plante, einen großen Handelshafen für den Austausch von Gütern zwischen Ost und West zu errichten. Dazu brauchte er aber Schiffe und Geld. Die Könige von Portugal, Frankreich und England lehnten seine Anfragen jedoch ab, da niemand sich auf so eine verrückte Idee einlassen wollte.

Schließlich gewann Kolumbus die spanische Königin Isabella für seine Idee. Sie und König Ferdinand unterstützen ihn bei seinem Vorhaben und statteten ihn in vertraglich mit allem aus, was er benötigte (Kapitulation von Santa Fe).

Endlich ging es am 3. August 1492 auf die große Reise. Kolumbus stach mit Neunzig Männern auf dem Segelschiff Santa Maria in See. Zwei weitere Schiffe, die Niña und die Pinta begleiteten ihn auf der langen Seefahrt. Länger als gedacht, nämlich zwei Monate vergingen. Die Männer wurden müde und krank und wollten einfach nur zurückfahren. Doch Kolumbus ermutigte sie, weiterzumachen. Er war sich sicher, dass Asien nicht mehr weit sein konnte. Und tatsächlich: am 11. Oktober 1492 war Land in Sicht.

Kolumbus war der Meinung, dass seine Mission erfolgreich war, denn es war ihm nicht bekannt, wo er sich wirklich befand. Er traf auf der Insel die einheimischen Arawak an und erfuhr von ihnen, wie die Insel genannt wurde: “Guanahani”. Kolumbus taufte die Insel in “San Salvador” und beanspruchte sie sofort für Spanien. Als er einige Tage später an einer Insel in der Nähe des heutigen Kuba landete, glaubte er, in China angekommen zu sein.

Anfangs waren die Einheimischen sehr hilfsbereit, aber dies änderte sich schnell, denn Kolumbus nahm einige von ihnen gefangen, um sie mit nach Spanien zu nehmen, damit er sie der Königin vorstellen konnte. Bei seiner Rückkehr am 15. März 1493 wurde er mit großen Ehren und Feierlichkeiten empfangen und erhielt wie versprochen den Titel "Admiral des Ozeans". Nun wurden weitere Reisen finanziert und er sollte die neue Region für Spanien kolonisieren. Allerdings erfuhr Kolumbus nie, welches Land er entdeckt hatte. Bis zu seinem Tod glaubte er, dass er den Seeweg nach Asien gefunden hätte.

Italiener aus New York und anderen Orten setzten sich dafür ein, den Columbus Day zum Feiertag zu machen. Aus Stolz auf ihren Landsmann organisierte am 12. Oktober 1866 eine Gruppe Italiener in New York City die ersten Feierlichkeiten zur Entdeckung von Amerika. In den Jahren danach gab es ähnliche Veranstaltungen mit Festessen und Paraden die von Italienern ausgerichtet wurden. 1869 Wurde der 12. Oktober von Italienern in San Francisco gefeiert und "Columbus Day" genannt.

68 Jahre später, am 12. Oktober 1937 wurde dieser Tag von Präsident Franklin Roosevelt offiziell als Feiertag verkündet. Heute wird der Columbus Day wegen eines verlängerten Wochenendes am 2. Montag im Oktober gefeiert. Viele Paraden, herbstliche Erntefeste, Sportveranstaltungen und jede Menge andere Events finden jeweils am 2. Montag im Oktober in den USA statt. Da dieser Tag in vielen amerikanischen Staaten ein offizieller Feiertag ist, haben dort Behörden, Banken und Schulen geschlossen. Viele andere Stellen, insbesondere die Geschäfte und Shopping Malls haben geöffnet. Und wegen der Columbus Day Sonderverkäufe ist es eines der größten Einkaufswochenenden der USA.

 

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