Rock Squirrel. Das gefährlichste Tier im Grand Canyon Photo by Michael Quinn, National Park Service

Vom Bighorn Schaf und dem Kalifornischen Condor bis hin zur Krustenechse (Gila Monster) lebt im Grand Canyon eine Vielzahl verschiedener Tierarten. Bekannt sind 447 Vogelarten, 91 Säugetierarten, 48 Arten von Reptilien, 10 Amphibien, zahllose Insekten, Spinnen und andere Lebewesen. Aber es ist das Steinhörnchen, das die meisten Probleme verursacht.

Jedes Jahr werden Dutzende von Besuchern gebissen, wenn sie versuchen, diese Tiere zu füttern oder ihnen den Finger hinhalten. Steinhörnchen, die gefüttert werden, verlieren ihre natürliche Angst vor Menschen und ihre Fähigkeit, nach natürlichen Nahrungsmitteln zu suchen. Tiere, die von Autos gefüttert wurden, versammeln sich in der Nähe von Straßen und sind einem hohen Risiko ausgesetzt, überfahren zu werden.

Es gibt jedoch noch andere ernste Gefahren, die mit Wildtieren verbunden sind. Zahlreiche Arten einschließlich Nagetiere, Eichhörnchen, Kojoten, Füchse, Fledermäuse und Berglöwen können Infektionskrankheiten übertragen wie z.B. Tollwut oder das Hantavirus, das teilweise zu einer lebensbedrohlichen Infektion führen kann. In einigen Situationen können diese Krankheiten durch einfachen Kontakt, wie Berühren oder Füttern von Wildtieren übertragen werden.

Aus diesen Gründen warnen Park Ranger regelmäßig davor, zu nah an Tiere heranzugehen, denen man im Grand Canyon begegnet.

Hier noch einige Tipps:

Halten Sie Abstand zu den Tieren

Man will natürlich nach Möglichkeit das perfekte Foto machen und daher so nah wie möglich an das Motiv herankommen. Dennoch ist es ratsam, mindestens 30 Meter von größeren Tieren wie Elchen, Hirschen, Schafen, California Condors und Berglöwen wegzubleiben. Der Abstand zu anderen kleineren Wildtieren wie Eich- oder Steinhörnchen, Vögeln und Reptilien sollte mindestens 15 Meter betragen. Neben scharfen Zähnen und Klauen sind Geweihe und Hufe gefährlich, also darf man niemals die Kraft der Wildtiere unterschätzen.

Verzichten Sie gegebenenfalls auf das perfekte Foto

Selfies sind schon seit langem sehr beliebt. Besonders, wenn man die Chance für ein so außergewöhnliches Motiv wie mit einem Tier haben kann. Allerdings versuchen fotografierfreudige Touristen Tiere zu provozieren, damit sie perfekt im Bild zu sehen sind. In einigen Fällen wurde bereits beobachtet, dass Tiere ihr Verhalten verändern. Ruhiges Beobachten aus der Distanz kann durchaus lohnender sein als das perfekte Foto. Verwenden Sie besser Ihren Zoom oder ein Teleobjektiv oder nehmen Sie Ihre Kamera herunter und nehmen Sie sich etwas Zeit, um das, was Sie sehen, zu genießen.

Vermeiden Sie, die Aufmerksamkeit eines Tieres zu provozieren

Anrufen, Klicken, Pfeifen oder Geräusche jeglicher Art zum Anlocken von Wildtieren sind illegal. Tiere verdienen es, den Park ohne Unterbrechung genauso zu genießen wie Sie.

Wenn ein Tier auf Sie zugeht, sollten Sie sich zurückziehen und diese sichere Entfernung beibehalten.

Bitte wilde Tiere nicht füttern

Füttern von Tieren ist verboten. Dies ist sowohl für die Sicherheit der Tiere als auch für Ihre Sicherheit. Wildtiere werden Sie schnell hartnäckig verfolgen, wenn Sie sie füttern. Sogar der Geruch, der in einer leeren Kühlbox zurückbleibt, kann ein wildes Tier anziehen. Wenn Tiere von Menschen auf Nahrung angewiesen sind, kann dies zu Verletzungen und zur Ausbreitung von Krankheiten führen, was letztendlich zum Tod eines Tieres führen kann.

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