Tanana Valley State Fair. Bild: Liz, CC BY 2.0, via Wikimedia Commons

In Alaska gibt es nur sehr wenig Landwirtschaft. Der größte amerikanische Bundesstaat rangiert an letzter Stelle, was sowohl die Anzahl der Farmen als auch die Produktion landwirtschaftlicher Erzeugnisse anbelangt. Der fruchtbarste Boden in Alaska liegt in der Southcentral Region mit ihrem gemäßigten Klima, und zwar im Matanuska Valley, das nördlich von Anchorage liegt, und im Tanana Valley bei Fairbanks. Am meisten werden Gewächshaus- und Milcherzeugnisse produziert und Kartoffeln angebaut.

Fischindustrie

Dem gegenüber steht Alaskas Fischindustrie an erster Stelle der amerikanischen Bundesstaaten. Hauptsächlich werden Lachs, Krabben, Shrimps, Heilbutt, Hering sowie Kabeljau gefangen. Die wichtigsten Fischereihäfen Alaskas befinden sich in Anchorage und Dutch Harbor, dem Hafenbereich der Aleuteninsel Unalaska. Die Verarbeitung von Fisch zu Tiefkühlprodukten und Konserven steht bei den Nahrungsmittelbetrieben Alaskas an führender Position.

Bodenschätze

Bei der Gewinnung von Bodenschätzen spielt Gold, das Ende des 19. Jahrhunderts seinen Boom erlebte, keine entscheidende Rolle mehr. Heute haben Mineralöl und Erdgas diese Rolle übernommen und sind die wichtigste Industrie des Staates. 1968 wurden vor der Nordküste Alaskas in der Nähe der Prudhoe Bay riesige Mengen an Erdöl und Gas entdeckt. Durch den Bau der 1.287 Kilometer langen Öl-Pipeline, die 1977 fertig gestellt wurde, und die vom Norden Alaskas zum eisfreien Hafen von Valdez an der Südküste führt, wurde das Erdöl der wichtigste Wirtschaftsfaktor des Staates. Allerdings gab es erbitterte Proteste von Seiten der Umweltschützer, die den Bau der Pipeline verhindern wollten.

Im Jahr 1977 wurde der Alaska Permanent Fund ins Leben gerufen, der 25% der Staatseinnahmen aus dem Erdöl erhält. Dieser Fonds soll dem Staat zukünftige Einnahmen sichern, wenn die Erdölvorräte aufgebraucht sind. Außerdem erhält jeder Bürger Alaskas eine regelmäßige Dividende aus diesem Fonds.

Sonstige

Ebenfalls von großer Bedeutung ist die Bauholzindustrie. Allerdings gibt es in Alaska anhaltende Diskussionen über die Besiedelung der großen Wälder des Staates. Der älteste Gewerbszweig Alaskas, die Verarbeitung von Fellen vieler unterschiedlicher Tierarten hat bis heute überlebt. Erwähnenswert sind die Robbenfelle (sealskins) von den Pribilof Islands, einer Inselgruppe in der Beringsee nördlich der Aleuten. Die Robben gehören dem Amerikanischen Staat betrachtet und es bestehen besondere gesetzliche Vorschriften zum Robbenfang.

Wichtigste Arbeitgeber

Hauptarbeitgeber in Alaska ist die Öffentliche Hand. Sowohl Bundes-, Staats- oder lokale Regierungsstellen und Verwaltungen bieten die größte Anzahl an Arbeitsplätzen. Während des zweiten Weltkrieges hat Alaska aufgrund seiner geografischen Lage eine für die Verteidigung des Landes strategisch bedeutsame Rolle eingenommen. Es wurden seinerzeit Straßen, Landebahnen und dauerhafte Militärstützpunkte gebaut, welche auch heute noch zum Teil unterhalten werden müssen.

Tourismus

Im privaten Bereich hat der Tourismus einen enormen Aufschwung erlebt und steht hinter der Ölindustrie an zweiter Stelle. Durch die Erschließung neuer Transportwege, wie z.B. den Bau neuer Straßen und den Ausbau der Schiffsverbindungen innerhalb Alaskas sowie durch Flugverbindungen zu den auf dem Land- und/oder Seeweg nicht erreichbaren Orten werden immer mehr Touristen, Outdoor-Urlauber und Menschen, die das letzte Abenteuer suchen, nach Alaska gelockt. Wichtige Anziehungspunkte sind die Inside Passage, der Denali National Park und das 1.600 Kilometer Iditarod Schlittenhund Rennen.

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